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KW 44Ausgabe vom 28. Oktober 2026
Wochenartikel · KW 44Wärmepumpe & Förderung7 Min. Lesezeit
KfW-Heizungsförderung ab Februar 2027: Fördergrenze und Klimabonus sinken
Ab 1. Februar 2027 sinkt der Förderhöchstbetrag für die erste Wohneinheit von 28.000 auf 27.250 Euro und der Klimageschwindigkeitsbonus von 16 auf 12 Prozentpunkte. Bei einer selbstgenutzten Immobilie und dem Austausch einer bonusfähigen alten Heizung kann der rechnerische Zuschuss dadurch um 1.435 Euro sinken. Maßgeblich ist der Antragseingang. Der angekündigte Wertschöpfungsbonus soll im ersten Quartal 2027 starten; genauer Termin und Nachweise sind noch nicht abschließend veröffentlicht.
Maßgeblich ist der Antragseingang – nicht Angebot, Einbau oder Auszahlung.
600 € wenigerbei gedeckelten 80 % MaximalförderungQ1 2027 geplantWertschöpfungsbonus noch ohne finalen Starttermin
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Heizung & Wärmepumpe6 Min.
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Heizlast für Wärmepumpen
Eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 kostet bei dasEnergiebüro im vollständigen Heizlast-Paket 1.399 € brutto. Enthalten sind raumweise Heizlast, Heizflächenprüfung, hydraulischer Abgleich nach Verfahren B und die vereinbarte Vorbereitung der Bestätigung zum Antrag (BzA). Damit werden Leistung, Heizflächen und erforderliche Vorlauftemperatur gemeinsam geprüft.
Ja, eine Wärmepumpe kann auch im Altbau mit Heizkörpern funktionieren. Entscheidend ist, ob die vorhandenen Heizflächen jeden Raum bei einer für die Wärmepumpe sinnvollen Vorlauftemperatur ausreichend versorgen. Das wird raumweise geprüft – nicht pauschal nach dem Baujahr.
Beim hydraulischen Abgleich nach Verfahren B werden die erforderlichen Wassermengen aus dem berechneten Wärmebedarf jedes einzelnen Raums abgeleitet. Daraus entstehen konkrete Volumenströme, Ventilvoreinstellungen und Angaben für die Pumpeneinstellung. Das Verfahren ist Bestandteil vieler technischer Förderanforderungen; maßgeblich bleiben die Bedingungen des jeweiligen Programms.
Der individuelle Sanierungsfahrplan ordnet energetische Maßnahmen für ein Wohngebäude in eine technisch sinnvolle Reihenfolge. Bei dasEnergiebüro kostet der iSFP für typische Wohngebäude mit ein bis zwei Wohneinheiten 1.499 € brutto; Mehrfamilienhäuser ab drei Wohneinheiten erhalten nach Unterlagencheck ein individuelles Angebot.
Eine gute Energieberatung beginnt nicht mit einem Standardbericht, sondern mit Ihrem konkreten Ziel. Für eine schrittweise Gesamtsanierung ist meist der iSFP passend; vor Wärmepumpe oder Heizungstausch braucht es eine raumweise Heizlast und Heizflächenprüfung. Förderberatung und technische Nachweise ergänzen die jeweilige Planung.
Wärmebrücken sind Bereiche der Gebäudehülle, an denen mehr Wärme abfließt als über die ungestörte Fläche. Eine detaillierte Berechnung zeigt, wie stark ein Anschluss wirkt und ob Oberflächentemperaturen kritisch werden. Sie ist besonders bei anspruchsvollen Sanierungen, Förderstandards und sensiblen Anschlüssen sinnvoll.
Für Anträge seit 21. Juli 2026 gilt weiterhin eine Grundförderung von 30 %. Bei erfüllten Voraussetzungen kommen 16 % Klimageschwindigkeitsbonus und 10 %, 30 %, 40 % Einkommensbonus hinzu. Regulär ist der Fördersatz auf 70 % begrenzt; bis zu 80 % sind für selbstnutzende Eigentümer mit einem relevanten Haushaltsjahreseinkommen bis 30.000 € möglich – mit Familienzuschlag bis 40.000 €.
Der Austausch förderfähiger Fenster kann über die BEG-Einzelmaßnahmen mit 15 % Grundförderung unterstützt werden. Liegt ein förderfähiger iSFP vor und beträgt das förderfähige Investitionsvolumen seit 21. Juli 2026 mindestens 30.000 €, können 5 % iSFP-Bonus hinzukommen.
Ein Energieberater in Nürnberg kostet je nach Leistung und Gebäude unterschiedlich. Bei dasEnergiebüro kostet der iSFP für typische Wohngebäude mit ein bis zwei Wohneinheiten 1.499 € brutto als Festpreis. Bei erfüllten Voraussetzungen fördert das BAFA 50 % des Beratungshonorars, maximal 650 €. Das Heizlast-Paket kostet 1.399 € brutto, die kombinierte Planung aus iSFP und Heizung 2.699 € brutto.
Die passende Wärmepumpe wird nicht allein nach Wohnfläche, Verbrauch oder der Leistung des alten Kessels ausgewählt. Ausgangspunkt ist die normgerechte Heizlast; anschließend werden Leistungskurve, Auslegungstemperatur, Heizflächen, Warmwasser und das geplante Systemkonzept gemeinsam geprüft.
Beim Fenstertausch entscheidet nicht nur der U-Wert des Fensters. Einbaulage, Anschlussfugen, Laibungen, Rollladenkästen, spätere Fassadendämmung und der notwendige Luftwechsel müssen zusammenpassen, damit Energieeffizienz und Feuchteschutz funktionieren.
Der iSFP beantwortet, wie ein Gebäude schrittweise sinnvoll saniert werden kann. Die Heizlast beantwortet, welche Wärmeleistung das Gebäude und jeder Raum am kalten Auslegungstag benötigt. Steht die Wärmepumpe konkret an, ist das Heizlast-Paket entscheidend; stehen zusätzlich Hüllmaßnahmen an, verbindet das Komplettpaket beide Ebenen.
Für Wärmepumpen mit Förderantrag ab dem 21. Juli 2026 muss spätestens bis zur Inbetriebnahme oder Abnahme ein intelligentes Messsystem bestellt sein. Unterliegt die Anlage § 14a EnWG, ist zusätzlich die erforderliche Steuerungseinrichtung zu beauftragen. Der tatsächliche Einbau muss bis dahin noch nicht abgeschlossen sein: Als Nachweis genügen beispielsweise die schriftliche Beauftragung, eine Eingangs- oder Auftragsbestätigung, eine E-Mail oder ein Bildschirmfoto mit eindeutigem Bezug zum Haus- und Gebäudeanschluss.
Bei einer energetischen Dachsanierung genügt es nicht, nur Dämmstoff zwischen die Sparren einzubauen. Bleibt der Dachboden unbeheizt, ist häufig die Dämmung der obersten Geschossdecke wirtschaftlicher; bei beheiztem oder künftig ausgebautem Dachraum wird in der Regel die Dachfläche gedämmt. Für die BEG-Förderung gilt regelmäßig ein U-Wert von höchstens 0,14 W/(m²·K). Zusätzlich müssen Luftdichtheit, Feuchteschutz, Wärmebrücken und gegebenenfalls die Lüftung geplant werden.
Bei einer BEG-Förderung muss der Antrag grundsätzlich vor dem förderschädlichen Vorhabenbeginn gestellt werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass Eigentümer vor dem Antrag keinen Vertrag unterschreiben dürfen: Für viele Einzelmaßnahmen muss bereits ein Lieferungs- oder Leistungsvertrag vorliegen. Er muss von Anfang an eine aufschiebende oder auflösende Förderbedingung und den voraussichtlichen Umsetzungszeitraum enthalten. Bei der KfW-Heizungsförderung 458 lautet die sichere Reihenfolge: BzA erstellen lassen, bedingten Vertrag abschließen, Antrag stellen, Förderzusage abwarten und anschließend umsetzen.
Neue, dichtere Fenster verändern nicht nur den Wärmeschutz, sondern auch den Luftaustausch des Gebäudes. Bei einem über die BEG geförderten Fenstertausch muss deshalb geprüft werden, ob lüftungstechnische Maßnahmen zum Schutz vor Tauwasser und Schimmel erforderlich sind. Dazu gehören ein Lüftungskonzept sowie die Planung der betroffenen Wärmebrücken und luftdichten Anschlüsse. Eine Lüftungsanlage ist nicht automatisch vorgeschrieben – entscheidend ist das Ergebnis der fachlichen Prüfung.
Seit dem 21. Juli 2026 können neue Förderungen nach der BEG-Einzelmaßnahmenförderung – etwa für Wärmepumpe, Fenster, Dach oder Fassade – grundsätzlich nicht unmittelbar mit einer geförderten Effizienzhaus-Sanierung kombiniert werden. Nach Abschluss des ersten geförderten Vorhabens müssen Eigentümer drei Jahre warten. Maßgeblich ist nach den aktuellen BMWE-FAQ die Einreichung des Verwendungsnachweises; für ältere Anträge gilt eine Übergangsregel.
Eine Wärmepumpe sollte nicht ausschließlich nach Wohnfläche, bisherigem Energieverbrauch oder der Leistung des alten Heizkessels ausgewählt werden. Die belastbare Grundlage ist eine Heizlastermittlung nach DIN EN 12831-1 in Verbindung mit DIN/TS 12831-1. Sie bestimmt Gebäude- und Raumheizlast, prüft die Heizflächen bei niedriger Vorlauftemperatur und liefert die Volumenströme für den hydraulischen Abgleich nach Verfahren B.
Seit dem 24. September 2026 kann eine serielle Sanierung zum Effizienzhaus 70 EE oder Effizienzhaus 70 NH über den KfW-Kredit 261 mit einem zusätzlichen Tilgungszuschuss von fünf Prozentpunkten gefördert werden. Bei vollständig ausgeschöpften 150.000 Euro Förderkredit sind das bis zu 7.500 Euro weniger Rückzahlung je Wohneinheit. Erfüllt das Gebäude zusätzlich die WPB-Kriterien, sind beim EH 70 EE insgesamt bis zu 15 Prozent beziehungsweise 22.500 Euro je Wohneinheit möglich.
Seit dem 21. Juli 2026 wird der iSFP-Bonus anders berechnet. Die Grundförderung für förderfähige Einzelmaßnahmen beträgt weiterhin 15 Prozent. Die zusätzlichen fünf Prozentpunkte gelten jedoch nur noch für den Teil der förderfähigen Ausgaben, der 30.000 Euro übersteigt.
Seit dem 29. Juli 2026 müssen neu eingebaute Heizungen nicht mehr pauschal mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen. Eigentümer können zwischen Wärmepumpe, Fernwärme, Hybrid-, Biomasse-, Gas- oder Ölheizung wählen. Wer eine neue fossile Heizung einbaut, muss jedoch ab 2029 steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen – bis 2045 vollständig klimaneutral.